Der Krieg und die Frauen
Weibliche Perspektiven an der Heimatfront zwischen Opferbereitschaft, Pflicht und früher Moderne
€10.30
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt
Zusatztext
Der Krieg und die Frauen entfaltet ein Panorama weiblicher Erfahrung im Schatten des Krieges: Sorge, Verzicht, patriotische Pflicht und moralische Selbstbehauptung werden nicht als Randphänomene, sondern als eigentliche Bewährungsräume erzählt. Thea von Harbous Prosa verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit pathetischer Verdichtung; sie steht damit im Kontext der deutschsprachigen Kriegsliteratur des frühen 20. Jahrhunderts, in der Front und Heimat, Opferdiskurs und Geschlechterordnung eng verschränkt erscheinen. Thea von Harbou (1888-1954), aus adligem Milieu stammend, war Schauspielerin, Romanautorin und später eine der prägenden Drehbuchautorinnen des Weimarer Kinos, berühmt durch ihre Zusammenarbeit mit Fritz Lang. Ihre Sensibilität für große Konflikte, heroische Figuren und gesellschaftliche Ordnungsmodelle prägt auch dieses Buch. Die Erfahrungen der wilhelminischen und kriegszeitlichen Öffentlichkeit dürften ihre Darstellung weiblicher Verantwortung wesentlich beeinflusst haben. Empfohlen sei das Werk Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Erzählung, sondern als kulturhistorisches Dokument verstehen möchten. Es bietet Einblick in zeitgenössische Vorstellungen von Weiblichkeit, Nation und Opferbereitschaft und verlangt zugleich kritische Lektüre. Gerade darin liegt sein bleibender Wert.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2025
Umfang: 112 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028511333
Umbreit-Nr.: 8564319
