Der Heilige Krieg
Christliche Allegorie von geistlicher Belagerung, Seelenkampf und Erlösung in der inneren Republik
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Zusatztext
Der Heilige Krieg entfaltet in allegorischer Form den Kampf um die Stadt Menschenseele, die von Diabolus erobert und durch den rechtmäßigen Fürsten Emanuel zurückgewonnen werden soll. Bunyan verbindet dramatische Belagerungsszenen, juristische Redeformen und geistliche Psychologie zu einer protestantischen Heilsparabel. Im Kontext der englischen Puritanerliteratur steht das Werk neben Die Pilgerreise, doch es ist stärker politisch und militärisch strukturiert: Gewissen, Wille, Verstand und Begierde erscheinen als umkämpfte Institutionen einer inneren Republik. John Bunyan, 1628 als Kesselflicker geboren, wurde nach seiner Bekehrung Laienprediger und verbrachte wegen nonkonformistischer Verkündigung Jahre im Gefängnis. Diese Erfahrung von äußerer Bedrängnis und innerer Prüfung prägt sein Schreiben. Seine genaue Kenntnis biblischer Sprache, puritanischer Seelsorge und der Konflikte des englischen 17. Jahrhunderts ließ ihn geistliche Erfahrung als Kampf, Gefangenschaft und Befreiung darstellen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die religiöse Allegorie nicht als bloße Erbauung, sondern als komplexe Analyse des Menschen verstehen möchten. Der Heilige Krieg bietet historische Tiefe, rhetorische Kraft und eine eindringliche Darstellung moralischer Selbstprüfung.
Weitere Details
Erschienen: 23.12.2025
Umfang: 148 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028512620
Umbreit-Nr.: 8908780
